
„Botanischer Winterspaziergang mit Informationen zum Baum des Jahres“, Bericht
Dieses Jahr ließ Rotraut sich für ihren Winterspaziergang etwas Neues einfallen: einen Spaziergang über den Friedhof Schwieberdingen. Friedhöfe- sind das einfach Grabstätten oder mehr? Wer
Rotraut kennt, weiß, dass sie Vieles zu erzählen wusste.
Alte Bäume bieten vielen Tieren Lebensraum. Menschen lieben es, unter alten Bäumen zu wandeln. Friedhöfe – Orte der Artenvielfalt und der Erholung. Auch in Schwieberdingen?
Wir fanden alte Bäume: Linde, Ahorn, Fichte, Stieleiche, Kiefer. Und besondere Bäume: Lawsons Scheinzypresse (sie eignet sich gut für wärmer werdende Zeiten), Amberbaum (Amberbäume wurden früher
für die Kaugummiproduktion genutzt), Tulpenbaum (ein Magnoliengewächs). Auch Bäume in einer Form, wie wir sie sonst nicht kennen: die hängende Trauerbuche, die schmale Säuleneiche.
Und den Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel? Sie fanden wir nicht. Aber Wissenswertes über sie. Schon ein leichter Wind bringt ihre Blätter zum Zittern. Als Pionierbaum kann
sie schnell neue Bestände bilden und bietet zahlreichen Arten Lebensraum. Auf unseren Gemarkungen findet man den Baum des Jahres 2026 nur selten und nur versteckt mitten im Wald. Wer ihn in der
Natur sehen will, kommt am besten im Herbst zu unserem Waldspaziergang mit Förster Frank.
Vielen Dank an Rotraut für den schönen Spaziergang!
Bild: Rotraut will los, bevor der angekündigte Schnee kommt; Foto Thomas Gölzer
Hildegard Gölzer, Sprecherin NABU Schwieberdingen-Hemmingen
