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„So lasst uns Apfelbäumchen pflanzen“, Bericht

Collage: Baumpflanzung mit Schutz für heiße Zeiten, Fotos: Iris Pohl-Mattern
Collage: Baumpflanzung mit Schutz für heiße Zeiten, Fotos: Iris Pohl-Mattern

„So lasst uns Apfelbäumchen pflanzen“, Bericht
Bäume sind wichtig für uns Menschen: sie liefern uns den Sauerstoff zum Atmen, den wir brauchen. Obstbäume liefern uns außerdem kulinarischen Genuss. Obstbaumwiesen geben wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel, Fledermäuse und viele kleine Säugetiere. Streuobstwiesen sind der Inbegriff schöner Kulturlandschaft. Naherholung und Naturschutz ergänzen sich wunderbar.  
Unter Herzog Karl-Eugen musste jeder Bürger Obstbäume pflanzen. Rund um die Ortschaften entstanden Streuobstgürtel, meist mit Apfelbäumen.
Apfelbäume zu pflanzen ist schwer geworden. Durch die Klimaerwärmung mit anhaltenden Trockenphasen sieht man in der letzten Zeit oft junge Bäume, die eingehen. Was tun?
Der NABU experimentiert. Letzten Samstag pflanzten wir zwei Bäume: Einen Baum pflanzten wir klassisch. Den zweiten so, dass die Bäume bessere Chancen in heißen Zeiten haben. Der Baum bekam einen „Ammenbaum“ (Sanddorn), der ihn schützt. Und Johannisbeere als Beipflanzung. Als Schutz gegen Mäuse wurde Schafswolle eingesetzt, sie dient auch als Wärmeschutz, Wasser speicher und Dünger. 
Herzlichen Dank an Stephan Pohl, Iris Pohl-Mattern und Ralf Trinkmann, die die Aktion leiteten! Stephan und Iris sind Fachwarte für Obst- und Gartenbau, Stephan zudem im NABU-Bundesfachausschuss Streuobst des NABU. Die Ergebnisse werden also einem größeren Kreis zugutekommen. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag für die Zukunft leisten. 

Hildegard Gölzer, Sprecherin NABU Schwieberdingen-Hemmingen